Mittelsächsisches Theater und Philharmonie gGmbH

Dass es in einer Stadt von der Größe Döbelns ein eigenes Theater mit einem festen Ensemble gibt, ist fast schon ein Wunder. In Döbeln macht dieses Wunder die Mittelsächsiche Theater und Philharmonie gGmbH möglich.
Zu dieser haben sich 1993 die Stadt Döbeln, die Stadt Freiberg und der Landkreis Freiberg als Gesellschafter zusammengefunden. Das Mittelsächsische Theater profitiert zudem vom bundesweit einmaligen sächsischen Kulturraumgesetz, das die ländlichen Gebiete Sachsens in acht Kulturräume zusammenfasst. Es versteht sich als Theater für den gesamten Mittelsächsischen Kulturraum, von dem es einen wesentlichen Teil seiner Finanzmittel erhält. Stammhäuser sind die traditionsreichen Theatergebäude in Döbeln und Freiberg sowie die Seebühne in Kriebstein.
Allein in Döbeln bieten die Sänger und Schauspieler, die Musiker und Techniker des Mittelsächsischen Theaters jährlich knapp 200 Vorstellungen: Opern und Operetten, Klassikeraufführungen und Kindervorstellungen, modernes Schauspiel und Sinfoniekonzerte.

 

Theater Döbeln

Theater Döbeln

Theaterstraße 7, 04720 Döbeln

Internet: www.mittelsaechsisches-theater.de
     
Besucherservice: Tel.: 03431 / 715 265
  Fax: 03431 / 715 221
  Abendkasse: 03431 / 715 265
  E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
     
Öffnungszeiten: Di, Do, Fr 10.00 Uhr - 13.30 Uhr
14.00 Uhr - 18.00 Uhr
  Sa 10.00 Uhr - 12.00 Uhr

Karten für alle Vorstellungen können auch im DAZ-Shop, Obermarkt 8, 04720 Döbeln erworben werden.
Tel.: 03431 / 706 73 30.
Karten für die Vorstellungen auf der Seebühne Kriebstein sind auch an allen bekannten CTS-Vorverkaufsstellen sowie beim Zweckverband Kriebsteintalsperre erhältlich.

- Spielplan

- Förderverein "Freunde des Döbelner Theaters" e. V.

 


 

Geschichte

Die Kulturverbundenheit hat in Döbeln eine lange Tradition: Seit Ende des 16. Jahrhunderts gab es Stadtpfeifer, aus denen sich das Städtische Orchester entwickelte und seit Mitte des 18. Jahrhunderts sind Theateraufführungen - zunächst in einem Saal des Rathauses - nachgewiesen. 1819 wurde der verfallende, nicht mehr genutzte Marstall zu einem "Comödiensaal" umgebaut; bis 1870 gastierten hier Theatergesellschaften und boten Schauspiel- wie Musiktheateraufführungen. 1872 wurde an dessen Stelle das alte Döbelner Stadttheater errichtet, das nach einem Brand umgebaut und 1912 in der Form wiedereröffnet wurde, die im Wesentlichen bis heute besteht.

Theater1991Nachdem es bis dahin an private Theaterleiter vergeben worden war, ging das Döbelner Theater 1933 in städtische Regie über. 1954 wurde es vom Stadt- zum Kreistheater. 1992 beschloss der damalige Kreistag, gegen den heftigen Widerstand der Döbelner Theaterfreunde, aus finanziellen Gründen die Schließung des Theaters. Nach einem halben Jahr aber konnte es nach der Gründung des Mittelsächsischen Theaters wieder eröffnet werden.
Durch die Flut 2002 wurde auch das Theater erheblich beschädigt. Aber schon am 4. Oktober 2002 waren die durch die Freiberger Mulde verursachten Schäden soweit behoben, dass die neue Spielzeit eröffnet werden konnte.

TheateranbauIn den Jahren danach fand Döbeln Aufnahme in das Europäische Förderprogramm für regionale Entwicklung. Dadurch und mit Unterstützung des Mittelsächsischen Kulturraumes konnte von der Stadt Döbeln ein dringend benötigter, moderner Erweiterungsbau errichtet werden, der im Juni 2007 eröffnet wurde. In dem neuen Haus befindet sich ein kleiner Saal, der Aufführungen für bis zu 100 Zuschauer in unterschiedlicher Sitzanordnung zulässt und dessen Glasfassade sich zum Theaterplatz hin öffnet. Zahlreiche moderne Technikräume, Arbeitsräume für Künstler und technisches Personal und Garderoben befinden sich ebenfalls in dem Anbau. Ein Glanzstück im wahrsten Sinne des Wortes ist die hinterleuchtete 2012-09 Theateranbau bei NachtGlasfassade. Diese besteht aus satinierten, doppelten Glasscheiben, die in den Abend- und Nachtstunden verschiedenartig beleuchtet werden können.

2012-09 Theater Saal2011/ 2012 wurden dann der große Hauptsaal und wichtige Bereiche im Hauptgebäude grundlegend saniert.

Im Juni 2013 stand jedoch das Theater, wie alle flussnahen Stadtteile, wieder unter Wasser. Im Erdgeschoss sowohl des Alt- wie des Neubaus gab es große Schäden. Nach den notwendigen Trocknungs- und Bauarbeiten konnte der Spielbetrieb im Oktober 2013 wieder aufgenommen werden.