Döbeln gehört zu den ältesten Städten Sachsens, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 981.
Die mittelalterlichen Grundrisse sind auch heute noch an vielen Stellen sichtbar.

Alte Ansichte bearbeitet

Einen enormen Aufschwung erlebte die Stadt, die gegenwärtig über 21.000 Einwohner hat, in der Mitte des
19. Jahrhunderts durch den Bau der Bahnlinien Dresden - Leipzig und Chemnitz - Berlin, die sich in Döbeln kreuzen. Zahlreiche Gründerzeithäuser künden noch heute davon. Die zentrale, verkehrsgünstige Lage ist als Vorzug erhalten geblieben, wobei die Autobahnen 4 und 14 sowie die Bundesstraßen 169 und 175 mittlerweile die Funktion der Bahnlinien übernommen haben.

Liebevoll restaurierte Bürgerhäuser prägen die lebhafte Altstadt, die auf einer 17 ha großen Insel zwischen zwei Armen der Freiberger Mulde liegt. Augenzwinkernd könnte man sie als größte Insel Sachsens bezeichnen.

Färberhäuser

Döbeln zählt auch zu den brückenreichsten Städten im Freistaat. Allein über die Freiberger Mulde führen 23 Brücken und Stege. Mit wenigen Schritten gelangt man aus dem Trubel der Innenstadt auf die ruhigen Uferwege entlang der Mulde. Hier, unterhalb des Schloßberges befinden sich auch die Färberhäuser, liebevoll sanierte Fachwerkbauten. Ebenso, wie das Zwingergäßchen oder das Klosterviertel, gehören sie zu den ältesten Siedlungsgebieten der Stadt.

Zahlreiche Restaurants, Kneipen, Cafés und Geschäfte laden in der Altstadt zu einem Besuch ein.

StiefelbrunnenEin modernes Premierenkino, die Disco Staupitzbad oder das Freizeitzentrum WelWel sowie viele andere Einrichtungen machen die Stadt lebendig. In der warmen Jahreszeit ist der Stiefelbrunnen am Niedermarkt ein beliebter Treffpunkt, um beispielsweise ein Eis zu essen.

StadttheaterDas Döbelner Stadttheater besteht in seiner heutigen Form seit 1872. Seit 1993 ist es neben dem Freiberger Theater Stammhaus der Mittelsächsischen Theater und Philharmonie gGmbH, die hier pro Spielzeit etwa 150 Vorstellungen vom Kinderstück bis zur großen Oper, von der Lesung bis zum
Sinfoniekonzert anbietet.

2007 wurde das historische Theatergebäude um das futuristische Bürgerhaus erweitert, in den Jahren 2011 / 2012 erfolgte die umfangreiche Sanierung des Haupthauses mit dem großen Theatersaal. Die vielfältigen, anspruchsvollen Veranstaltungen lassen sich so effektiver und qualitätsvoller durchführen.

Stadtbad

Schon zu seiner Entstehung im Olympiajahr 1936 galt das Stadtbad als eines der fortschrittlichsten Bäder Deutschlands. Freibad, Hallenbad und Sauna wurden in den letzten Jahren umfangreich saniert, mit effizienter Technik versehen und modernen Ansprüchen angepasst. Die Döbelner tun gern etwas für ihre Fitness und ihre Gesundheit. Auch heute hat man dazu in dem architektonisch einladenden Komplex vielfältige Gelegenheiten. 2013 wurde im Hallenbad ein zusätzliches Schwimmbecken eingeweiht, das den Wasserbegeisterten nun noch mehr Möglichkeiten bietet.


Neben der ev.-luth. Kirche St. Nicolai, die zu den ältesten Bauwerken der Stadt gehört, gibt es in Döbeln vier weitere Kirchen: Jacobikirche, Technitzer Kirche, Ziegraer Kirche und die katholische Kirche St. Johannes.

Die Kirche St. Nicolai beherbergt mit dem spätgotischen Flügelaltar, dem Mirakelmann und der romantischen Euleorgel wertvolle und bedeutende Kunstschätze. Der zweifach wandelbare Flügelaltar gehört zu den größten in Sachsen erhaltenen spätgotischen Schnitzaltären. Geschaffen wurde er 1515/16. Mit seiner gewaltigen Höhe von 12,24 m füllt das Meisterwerk den Chor bis ins Gewölbe aus. Ebenfalls in der Nicolaikirche befindet sich der Mirakelmann, eine lebensgroße Christusfigur aus Holz, die aus der Zeit um 1510 stammt und vor der Reformation für die Karfreitagsliturgie verwendet wurde. Die kunst- und liturgiegeschichtliche Kostbarkeit ist von besonderem Rang und in Europa einzigartig.

Kirche St. Nicolai Kirche St. Nicolai - Hochaltar 2007-01 Mirakelmann

Seit 2007 fährt durch die Stadt wieder die Pferdestraßenbahn, es gibt auch ein Pferdebahnmuseum. Ein Verein hat dieses traditionsreiche Verkehrsmittel wieder zum Leben erweckt. Zahlreiche Touristen besuchen auch deshalb Döbeln. Sie interessieren sich aber ebenso für den Döbelner Riesenstiefel, der im Rathaus ausgestellt wird.
Das gigantische Schuhwerk von 3,70 m Höhe wurde 1925, zum 600-jährigen Jubiläum der Schuhmacherinnung gefertigt und ist ein hervorragendes Beispiel traditionsreicher sächsischer Handwerksleistung.

Pferdebahnmuseum 2012-10-02 Riesenstiefel bearbeitet

Ebenfalls im Rathaus zu finden sind das Stadtmuseum und die Kleine Galerie, in der wechselnde Ausstellungen bemerkenswerter Künstler stattfinden.

Stadtbibliothek Im Gebäude der Stadtbibliothek am Lutherplatz, 1784 als Knabenschule erbaut, können mehr als 50.000 Sachbücher, Romane, Zeitschriften, Videos, CDs, E-Books oder Hörbücher ausgeliehen werden.

Lutherdenkmal

Unweit der Stadtbibliothek, mit dem Buch der Bücher unterm Arm, blickt Martin Luther aufrecht und siegessicher nach Rom. Das 1902 eingeweihte Denkmal sollte 1942 eingeschmolzen werden, wiederentdeckt wurde es dann 17 Jahre später auf einem Hamburger Schrottplatz und kam von dort zurück nach Döbeln.

BürgergartenDöbeln ist auch eine sehr grüne Stadt. Besonders gern besuchen die Döbelner die beiden stadtnahen Parks Bürgergarten und Klosterwiesen. In den Klosterwiesen ist viel Raum für sportliche Aktivitäten. Dort existieren u. a. ein Spielplatz, eine Kletteranlage, eine Moutainbikestrecke und
eine Skaterschleife.

 

Sparkassenheckelhaus
Der Maler, Expressionist und Mitbegründer der Künstlervereinigung "Brücke", Erich Heckel, wurde am 31. Juli 1883 in dem Haus Niedermarkt 15 geboren.
Die Kreissparkasse Döbeln fühlt sich diesem wertvollen Erbe als Hauseigentümer in besonderer Weise verpflichtet. Im Heckel-Haus werden in architektonisch, anregendem Rahmen einige der herausragenden Werke Heckels präsentiert. Auch die Stadt Döbeln mit der Kleinen Galerie und der Heckel-Freundeskreis engagieren sich stark für dieses kulturelle Erbe.


Die zwei Kegelbrüder flankieren unweit der Oberbrücke eine der Zufahrten zur Innenstadt. Die beiden Skulpturen haben eine interessante Geschichte zu erzählen, die auf einer Tafel nachgelesen werden kann.

2012-08-01 Kegelbrüder 3 2012-08-01 Kegelbrüder 5

In der warmen Jahreszeit sind häufig Radwanderer anzutreffen, die auf dem Mulderadweg unterwegs sind.
Die Freiberger Mulde entspringt im Erzgebirge nahe Holzhau, südlich von Grimma vereinigt sie sich mit der Zwickauer Mulde zur Vereinigten Mulde. Bei Dessau fließt diese dann in die Elbe. Die Wege entlang des Flusses sind zumeist idyllisch und gut ausgebaut.

In Döbeln endet auch der anspruchsvolle Zschopauradweg, der von Oberwiesenthal kommt.

Schöne Radtouren oder Wanderungen lassen sich aber auch entlang der Striegis und der Jahna oder im Zweiniger Grund unternehmen.

 

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