19. Dezember 2017

Weihnachtskartenmotiv 2017Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Döbeln zum Weihnachtsfest 2017

"Furcht tut nichts Gutes. Darum muß man frei und mutig in allen Dingen sein und fest stehen."
(Martin Luther, 1483 - 1546, deutscher Theologe und Reformer)

Liebe Döbelnerinnen und Döbelner,
die alljährliche Adventszeit mit all ihrer Besinnlichkeit, aber auch mit viel Trubel, hat wieder von uns Besitz ergriffen. Beides gehört irgendwie zusammen, auch wenn der Trubel, nach meinem Gefühl, immer früher beginnt und mitunter das Gemütliche und Stimmungsvolle verdrängt.
Ich bin der Meinung, dass ein jedes Ding seine Zeit hat und gerade ein solch traditionelles Fest wie Weihnachten auch traditionsbewusst begangen werden sollte.

In diese Vorweihnachtszeit begleiten uns die Diskussionen zur Bildung einer neuen Bundesregierung. Ich hoffe, dass bald ein tragfähiges Ergebnis erzielt werden kann.
Es geht dabei um das Wohl unseres Landes und nicht um den Erfolg einer Partei. Deutschland trägt eine große Verantwortung für Europa. Hat ein solches Land instabile Verhältnisse, so wirkt sich dies nachdrücklich auf Europa aus.

Allen, die sich in den vergangenen Monaten zum Wohle unserer Stadt Döbeln engagiert haben, möchte ich sehr herzlich danken. Sie haben dazu beigetragen, dass Döbeln in einer großen Studie des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften, der Sächsischen Aufbaubank und des VDV Sachsen neben den Großstädten als „versteckte Perle“ in Sachsen eingestuft wurde. Döbeln wird eine eigene Anziehungskraft bescheinigt und als Anker in der Region bezeichnet. Wir freuen uns über diese Einschätzung. Unsere Stadt hat auf kurzen Wegen viel zu bieten, was eine Stadt anziehend macht. Ihnen als Döbelner muss ich diese Vorzüge hoffentlich nicht mehr aufzählen.

Das Sanierungsgebiet Innenstadt hat sich in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten positiv für Döbeln ausgewirkt und das Gesicht der Muldeinsel entscheidend geprägt. Mit den zur Verfügung gestellten Finanzmitteln von 14 Mill. Euro wurden zahlreiche private Hauseigentümer maßgeblich bei der Sanierung ihrer Immobilien unterstützt. Auch in städtische Projekte, wie die Neugestaltung von Obermarkt und Niedermarkt, flossen beachtliche Summen. Das Sanierungsgebiet endet zum 31. Dezember 2017. Mit der letzten Maßnahme, der Aufstellung von Spielgeräten und Bänken, soll noch einmal ein Zeichen für eine familienfreundliche, attraktive Stadt gesetzt werden.

Ein Baustein zur familienfreundlichen Stadt wird hoffentlich auch die neue Sporthalle in Döbeln-Nord. Anfang kommenden Jahres erfolgen die Ausschreibungen und im Frühjahr sollen die Erdarbeiten beginnen.

Junge Familien wünschen sich kurze Wege in die Schule, Kita, den Sportverein etc., die Wirtschaft benötigt eine leistungsfähige Infrastruktur. Deshalb freue ich mich, dass das Landesamt für Straßenbau und Verkehr endlich mit den Arbeiten an der B 175 in Döbeln-Ost begonnen hat.

Veränderungen baulicher Art sind in der Entstehungsphase häufig mit Einschränkungen verbunden. Die Landestalsperrenverwaltung beabsichtigt im Rahmen der Arbeiten zum Hochwasserschutz, im Jahr 2018 die Brücke Straße des Friedens abzureißen und neu zu bauen. Die bisherige Brücke ist zu klein für den dann breiteren Flutgraben. Ich möchte Sie bereits jetzt um Verständnis bitten für die Einschränkungen, die mit diesen und anderen Projekten verbunden sein werden.

Die Perspektiven für unsere Stadt sind insgesamt überdurchschnittlich, weil die Döbelnerinnen und Döbelner mit den Mitteln und Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung gestellt wurden, vernünftig umgegangen sind. In diesem Sinne gilt es weiterzumachen, damit die Perspektiven überdurchschnittlich bleiben.

Lassen Sie uns Weihnachten als ein christliches und Friedensfest begehen.
Dazu gehören für mich Respekt sowie die Bereitschaft, dem Anderen offen und mit Wohlwollen gegenüberzutreten. Guter Wille schützt vor Wut, Haltlosigkeit, Selbstaufgabe und schafft Frieden.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich gesegnete Tage des Innehaltens, der Verbundenheit und Freude sowie viel Gutes, Gesundheit und Gottes Segen im kommenden Jahr.

Ihr Oberbürgermeister
Hans-Joachim Egerer