10. November 2017

2017 11 10 Gewerbegebiet Süd Übergabe 6Neues Döbelner Gewerbegebiet an der B169

Ab sofort stehen Investoren in Döbeln weitere sehr attraktive Gewerbeflächen unmittelbar an der B 169 zur Verfügung. Die komplette Erschließung des insgesamt etwa 4,7 Hektar großen Gewerbegebietes, ist abgeschlossen. Am 10. November 2017 fand die offizielle Übergabe statt.

Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer dankte in seiner Rede allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben: „Der Weg bis hierhin war sehr aufwendig, viele dicke Bretter waren zu bohren.“ 

Bis nach 1990 hatten auf dem Gelände verschiedene Firmen ihren Sitz. Das Bau- und Montagekombinat Süd, die Möbelwerke oder auch das Vermessungsbüro Forberger. Nach und nach wurden mit der Umstrukturierung der Unternehmen die Standorte aufgegeben.

Das größte Unternehmen an dem Standort, die Möbelwerke Döbeln, schloss 1995. Eine Liquidation der Firma bis zum Abschluss war nicht möglich. Zurück blieben eine Vielzahl von nicht genutzten Industrie- und Gewerbeimmobilien sowie versiegelte Flächen. Das Gelände verwahrloste über die Jahre immer mehr.

Im Oktober 2004 beschloss der Döbelner Stadtrat für die Möbelwerke eine Nachtragsliquidation beim Registergericht Leipzig zu beantragen. Zu dieser Zeit gab es bereits Vorstellungen der Stadt für eine gewerbliche Nachnutzung. Aufgrund äußerst schwieriger Rahmenbedingungen zog sich das Verfahren zur Übertragung der Grundstücke der Möbelwerke auf die Stadt bis September 2011 hin.

2012 erwarb die Stadt noch die Flächen vom ehemaligen BMK-Süd.

Die Eigentumsverhältnisse waren jetzt geklärt, Fördermittel konnten beantragt werden.

Erste Gespräche mit der Wirtschaftsförderung der Landesdirektion Sachsen fanden statt.

Um den Fördermittelantrag im Juni 2014 einreichen zu können, waren eine Vielzahl von planerischen Vorarbeiten und Untersuchungen erforderlich: Vermessung, Altlastengutachten, Artenschutzgutachten, Abstimmungen mit den Ver- und Entsorgern.

Bereits Ende 2014 ging der Zuwendungsbescheid „Förderung von Vorhaben zur Verbesserung der wirtschaftsnahen Infrastruktur (GRW-Infra)“ bei der Stadt ein.

Im Sommer 2015 begann die Firma Becker Umweltdienste GmbH aus Freiberg mit den Abbruch- und Geländeregulierungsarbeiten. Oberbürgermeister Egerer: „Kurz vor Weihnachten 2015 habe ich mir hier vor Ort selbst ein Bild vom Fortgang der umfangreichen Regulierungsarbeiten gemacht. Durch die Geländeversätze und sortierten Materialien sah es noch aus wie eine Mondlandschaft. Es wurde getestet, welches Material wieder eingesetzt werden kann, um die geforderten Druckfestigkeitswerte zu erbringen.“ Im November 2016 wurden diese Arbeiten abgeschlossen.

Die Erschließung durch die Firma Hoff Straßen- und Tiefbau GmbH aus Ostrau begann Anfang 2017. Dabei wurde die notwendige Erschließungsstraße gebaut und die Versorgungsleitungen für Trinkwasser, Abwasser, Gas, Elektro und Telekommunikation verlegt.

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen etwa 1,5 Mill. Euro, damit liegt man deutlich unter den ursprünglich kalkulierten Aufwendungen von ca. 2,2 Mill. Euro.

Abbruch und Geländeregulierung schlagen mit etwa 886.200 Euro zu Buche, die Kosten für die Erschließung betragen ca. 529.000 Euro und in die Straßenbeleuchtung wurden ca. 44.500 Euro investiert.

Das Projekt wurde vom Freistaat Sachsen aus dem Programm GRW-Infra zu 85% gefördert.

Oberbürgermeister Egerer dankte auch den Stadträten, die durch ihre Entscheidungen die schrittweise Realisierung des Projektes erst möglich gemacht haben. Denn bereits im Vorfeld mussten zur Sicherung der Grundstücke bereits etwa 253.000 Euro aus dem Haushalt der Stadt bereitgestellt werden, ohne sicher sein zu können, dass das Projekt umsetzbar sein wird.

 Über die B 169 besteht eine direkte Verbindung zur BAB 14, Anschlussstelle Döbeln-Nord (ca. 2,6 Kilometer) und zur BAB 4, Anschlussstelle Hainichen (ca. 21,2 Kilometer).