07. September 2017

2017 09 07 Gym NatwissGeb 6Am Lessing-Gymnasium wird wieder gebaut

Zusammenrücken heißt es ab Oktober im Döbelner Lessing-Gymnasium. Dann beginnen im naturwissenschaftlichen Gebäude Bauarbeiten zum Brandschutz.

Um die Auswirkungen auf den Unterricht möglichst gering zu halten, wurde der Baubeginn auf den Anfang der Herbstferien gelegt. Die Bauleute wollen die schulfreie Zeit möglichst optimal nutzen. Aber auch nach den Ferien steht das Gebäude für etwa zwei Wochen nicht für den Schulbetrieb zur Verfügung. Zwölf Unterrichtsräume müssen ersetzt werden, ein Kraftakt für die Schule. Der Unterricht soll auf alle zur Verfügung stehenden Gebäude und Räumlichkeiten verteilt werden. Die Schulleitung ist zuversichtlich, dass dies für einen bestimmten Zeitraum möglich ist.

Insgesamt werden die Arbeiten bis etwa Ende November dauern. Auch in der letzten Phase wird es noch Einschränkungen für Lehrer und Schüler geben, aber Unterricht kann grundsätzlich wieder im naturwissenschaftlichen Gebäude stattfinden.

Im Jahr 1995 wurde der Neubau des Gebäudes fertiggestellt. Seitdem haben sich die Brandschutzbestimmungen für ein solches Schulhaus deutlich verändert. Jeweils drei Lichtschächte verbinden die Flure der drei Etagen des Hauses. Dies ist nicht mehr zulässig. Im Brandfall könnte sich der Rauch ungehindert in allen Stockwerken ausbreiten.

Insgesamt sechs Deckenöffnungen müssen verschlossen werden. Dies ist mit Abbruch-, Bewehrungs- und Betonierarbeiten verbunden. Das geht natürlich nicht, wenn nebenan Unterricht stattfindet. Darüber hinaus ist ein neues Hausalarmierungssystem zu installieren. Auch ein Notbeleuchtungssystem, das an eine batteriegespeiste Notstromversorgung gekoppelt ist wird eingebaut. Auf den Unterricht wirken sich diese Arbeiten dann aber weniger stark aus.

Die Arbeiten im naturwissenschaftlichen Gebäude sind erst Bauabschnitt 1 des Brandschutzes im Gymnasium. Auch die Stadtsporthalle muss brandschutztechnisch nachgerüstet werden. Sie gilt als Versammlungsstätte, für die weitere spezielle Regelungen umgesetzt werden müssen.

Dazu gehört eine automatische Brandmeldeanlage, die alle Räume überwacht und bei Gefahrensituationen direkt bei der Rettungsleitstelle Alarm auslöst. Eine Sicherheitsbeleuchtung ist ebenso zu installieren.

Auch in der Stadtsporthalle müssen sogenannte Rauchabschnitte gebildet werden, damit Personen im Brandfall möglichst schnell gefährdete Bereiche verlassen können. Im Eingangsbereich und zwischen den beiden Ebenen werden zusätzliche Abtrennungen eingebaut.

Da die Arbeiten spürbare Auswirkungen auf den Sportunterricht und den Vereinssport hätten, wurden sie in eine Jahreszeit verlegt, in der die Einschränkungen am ehesten auszugleichen sind. Der Hauptteil der Arbeiten findet in den Sommerferien statt, aber auch davor und danach wird die Halle für eine bestimmte Zeit nicht nutzbar sein.

Die kalkulierten Kosten für die beiden Bauabschnitte Brandschutz im Lessing-Gymnasium liegen bei etwa 450.000 Euro. Finanziert werden sie aus den Förderprogrammen VwV Investkraft „Brücken in die Zukunft“ und Stadtumbau-Ost.