17. Mai 2017

Übergabe Zuwendungsbescheid Brandschutzmaßnahmen RathausUmfangreiche Bauarbeiten im Rathaus

Im Juni 2017 soll die Sanierung der Sanitäranlagen im Treppenhaus des Westflügels des Döbelner Rathauses beginnen. Danach sind umfassende Maßnahmen zum Brandschutz geplant.
Staatssekretär Dr. Michael Wilhelm vom Sächsischen Staatsministerium des Innern übergab dafür am 17. Mai 2017 den entsprechenden Fördermittelbescheid an den Döbelner Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer.

Die gesamten Maßnahmen Brandschutz im Rathaus kosten etwa 850.000 Euro, 75 % davon, ca. 637.000 Euro, werden aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ bezahlt. Das Programm wird aus Mitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen finanziert. Die Stadt Döbeln wird etwa 212.500 Euro beitragen.

Das Döbelner Rathaus ist ein öffentliches Gebäude verbunden mit starkem Publikumsverkehr. Dementsprechend streng sind die Anforderungen, die der Brandschutz stellt. In den vergangenen beiden Jahren wurde bereits ein zusätzliches Fluchttreppenhaus eingebaut. Nun soll das gesamte Rathaus mit Brandmelde- und Alarmierungstechnik sowie Sicherheitsbeleuchtung ausgerüstet werden. Auch die Lüftungstechnik muss brandschutztechnisch ertüchtigt werden.

Das gesamte Rathaus besitzt weitläufige Gänge und Treppenanlagen, im Brandfall können sich giftige Gase hier ungehindert ausbreiten. Deshalb müssen die einzelnen Bereiche rauchdicht abgetrennt werden. In den Gängen werden dazu verglaste, transparente Konstruktionen errichtet. Die Türen in den Zwischenwänden stehen im Normalfall immer offen und schließen im Brandfall automatisch. Dazu hat jede Rauchschutztür ihren eigenen Rauchmelder. Die anderen Türen sollen solange, wie möglich geöffnet bleiben, um die Flucht nicht zu behindern.

Die Brandschutzarbeiten erfolgen in drei Bauabschnitten. Begonnen wird im Rathausostflügel, danach folgen der Westflügel und das Haupttreppenhaus. Im September 2018 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Einschränkungen für die Nutzer des Rathauses werden in der Zeit nicht ausbleiben, sollen aber so gering, wie möglich gehalten werden.