24. März 2017

Brücke SchillerstraßeBeschlusspaket für Brückenbau geschnürt

Ein ganzes Paket von wichtigen Beschlüssen zum Bau der Brücke Schillerstraße hat der Döbelner Stadtrat am 23. März 2017 gefasst.

Mit der Bestätigung des Bauwerksentwurfs sowie der aktualisierten Kostenberechnung kann nun die Stadt beim Freistaat Sachsen Fördermittel zum Bau der Brücke beantragen kann. Baurecht liegt bereits vor.

Im Stadtrat erläuterte Hendrik Häupel vom Dresdner Ingenieurbüro VIC Planen und Beraten GmbH noch einmal die Unterlagen. Dabei ging er auch auf die Ursachen für die Kostensteigerungen ein. Tragfähiger Baugrund wird erst in einer gewissen Tiefe erreicht, die Brücke muss daher auf 12 bis 14 Meter tiefe Betonbohrpfähle gegründet werden. Dies verursacht Mehrkosten von ca. 900.000 Euro.

Weitere Mehrkosten entstehen durch eine Stützwand, mit der die Brücke an der Sörmitzer Straße auf Höhe des Unternehmens Kurz Typofol abgefangen werden muss.

Die bisherige Kostenschätzung für die Gesamtmaßnahme stammt aus dem Jahr 2012, seitdem sind die Baukosten um etwa 8 % gestiegen. Dadurch werden weitere Mehrkosten verursacht.

Insgesamt wurden durch die aktuellen Berechnungen Bruttogesamtkosten von 5,9 Mill. Euro ermittelt. Dies ist eine Steigerung gegenüber den Schätzungen von 2012 um
1,58 Mill. Euro.

Der konkrete Fördersatz, mit dem der Freistaat Sachsen das Projekt gegebenenfalls unterstützt, muss noch abgestimmt werden, für unterschiedliche Baubereiche kommen unterschiedliche Fördersätze zum Tragen. Die Stadt Döbeln geht von einer Mischförderung von etwa 87 % aus, die Stadt müsste also etwa 728.000 Euro zur Brücke beitragen.

Der Stadtrat stimmte auch der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Unternehmen Kurz Typofol zu. Kurz Typofol wird unmittelbar durch das Bauprojekt tangiert. Eine geplante Umleitungsführung wird auch das Betriebsgelände berühren. Diese Umfahrung soll später dazu genutzt werden, das Firmengelände an zwei Punkten an die Sörmitzer Straße anzubinden. Ursprünglich war eine direkte Zufahrt von der Brücke über eine steile Rampe geplant.

Auch einen noch notwendigen Grundstückskauf bestätigte der Stadtrat.

Die künftige dreifeldrige Spannbetonbrücke wird eine Gesamtlänge von 96,6 Metern besitzen. Auf der Brücke gibt es zwei Fahrstreifen zu je 3,25 Meter Breite sowie beidseitig einen Fußweg. Im Bereich Schillerstraße bzw. zwischen jetziger Schillerstraße und Brücke werden 150 Meter Straße ausgebaut. Im Bereich Sörmitzer Straße erfolgt der Ausbau von insgesamt etwa 105 Meter Straße. Insgesamt 172 Meter Lärmschutzwand sollen die Beeinträchtigungen für Anlieger verringern.

Unter Berücksichtigung von Schlechtwetterperioden, von Hochwasserereignissen und dem nach dem Brückenbau erforderlichen Straßenbau wird die Gesamtbauzeit mit
16 Monaten kalkuliert.