09. März 2017

Brücke Schillerstraße wird konkreter

Der Döbelner Hauptausschuss bestätigte am 09. März 2017 den Bauwerksentwurf sowie die aktualisierte Kostenberechnung für die geplante Brücke Schillerstraße. Beides sind die Grundlagen, damit die Stadt Döbeln beim Freistaat Sachsen Fördermittel zum Bau der Brücke beantragen kann. Zuvor muss nun noch der Stadtrat am 23. März 2017 den Unterlagen zustimmen.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss wurde im Mai 2015 Baurecht geschaffen. Dies war wiederum Voraussetzung dafür, dass das Dresdner Ingenieurbüro VIC Planen und Beraten GmbH den Bauwerksentwurf einschließlich Kostenberechnung erarbeiten konnte. Dazu wurden auch detaillierte Baugrunduntersuchungen durchgeführt. Natürlich war bekannt, dass der Baugrund in unmittelbarer Flussnähe nur bedingt tragfähig ist. Die Baugrunduntersuchungen ergaben nun, dass bei der Brücke Schillerstraße ein nochmals erhöhter Aufwand für die Gründung notwendig wird.
Dieser unvorhergesehene Aufwand schlägt mit zusätzlichen Kosten in Höhe von
ca. 900.000 Euro zu Buche. Weitere Mehrkosten entstehen durch eine Stützwand, mit der die Brücke an der Sörmitzer Straße auf Höhe des Unternehmens Kurz Typofol abgefangen werden muss.

Die bisherige Kostenschätzung für die Gesamtmaßnahme stammt aus dem Jahr 2012, seitdem sind die Baukosten um etwa 8% gestiegen. Dadurch werden weitere Mehrkosten verursacht.

Insgesamt wurden durch die aktuellen Berechnungen Bruttogesamtkosten von 5,9 Mill. Euro ermittelt. Dies ist eine Steigerung gegenüber den Schätzungen von 2012 um
1,58 Mill. Euro. Man beachte übrigens den kleinen Unterschied in den Begrifflichkeiten: 2012 handelte es sich um Schätzungen, jetzt liegen konkrete Berechnungen auf dem Tisch.

Im Zuge des Brückenbaus würden verschiedene Versorgungsunternehmen ihre Leitungen mitverlegen. Deren Kosten in Höhe von ca. 302.000 Euro sind in den
5,9 Mill. Euro Gesamtkosten enthalten.

Der konkrete Fördersatz, mit dem der Freistaat Sachsen das Projekt gegebenenfalls unterstützt, muss noch abgestimmt werden. Für unterschiedliche Baubereiche kommen unterschiedliche Fördersätze zum Tragen. Die Stadt Döbeln geht von einer Mischförderung von etwa 87 % aus, die Stadt müsste also etwa 728.000 Euro zur Brücke beitragen.

Die künftige dreifeldrige Spannbetonbrücke wird eine Gesamtlänge von 96,6 Metern besitzen. Auf der Brücke gibt es zwei Fahrstreifen zu je 3,25 Meter Breite sowie beidseitig einen Fußweg. Im Bereich Schillerstraße bzw. zwischen jetziger Schillerstraße und Brücke werden 150 Meter Straße ausgebaut. Im Bereich Sörmitzer Straße erfolgt der Ausbau von insgesamt etwa 105 Meter Straße. Insgesamt 172 Meter Lärmschutzwand sollen die Beeinträchtigungen für Anlieger verringern.

Unter Berücksichtigung von Schlechtwetterperioden, von Hochwasserereignissen und dem nach dem Brückenbau erforderlichen Straßenbau wird die Gesamtbauzeit mit
16 Monaten kalkuliert.