15. Dezember 2016

Stauwerk im Pommlitzgrund steht und schützt nun den Bereich um die Ziegelstraße

Die Arbeiten zur Errichtung des Stauwerkes Pommlitzgrund in Döbeln sind weitgehend abgeschlossen. Ab sofort können durch die Anlage bei Starkniederschlägen größere Wassermengen zurückgehalten werden.

In der Vergangenheit kam es bei kurzen, aber sehr intensiven Regenfällen immer wieder zu Überflutungen im Bereich Ziegelstraße, Dresdner Straße und angrenzenden Straßenzügen.

Die Kanalisation konnte die großen Regenmengen, die sehr schnell von den Feldern nordöstlich der Ziegelstraße zusammenströmten nicht aufnehmen. Ein Teil des Wassers wird bereits durch das Amselgrundstauwerk aufgehalten. Probleme bereitete zuletzt vor allem das Wasser, das aus Richtung Pommlitz von einer etwa 150 ha großen Fläche in das enge Tal strömt.

Die Stadtverwaltung Döbeln hatte mehrere Lösungen untersuchen lassen, mit denen das Niederschlagswasser zurückgehalten werden kann.

Um schnell einen wirksamen Schutz zu erzielen, entschied man sich für eine Sofortmaßnahme. Die Arbeiten begannen im November 2016. Massive Stahlspundwände wurden im Taleinschnitt oberhalb der Ziegelstraße bis zu 10 Meter tief in den Boden getrieben. Wasserbausteine sichern die Stahlwände, ein Schlammfangkorb soll grobes Material aufnehmen. Größere Wassermengen können so zurückgehalten und über einen Grundablass dosiert abgegeben werden.

Aber auch dieser „einfachen“ Lösungen liegen ordentliche, solide Planungen zu Grunde. Umfangreiche, mitunter langwierige Abstimmungen mit anderen Behörden waren notwendig.

Für ein Rückhaltebecken, wie im benachbarten Amselgrund, wäre ein zeitaufwändiges Planfeststellungsverfahren nötig gewesen. 

Die Errichtung des Stauwerk Pommlitzgrund kostete etwa 80.000 Euro, davon bezahlt die Stadt etwa 30.000 Euro aus Eigenmitteln. Für den verbleibenden Betrag können Mittel aus dem Sanierungsgebiet Oschatzer Straße/ Dresdner Straße verwendet werden.