09. September 2016

SHD Perspektive Sporthalle Doebeln 1606210Stadtrat bestätigt Planungen für neue Sporthalle

Der Döbelner Stadtrat stimmte in seiner Sitzung vom 08. September 2016 den aktuellen Planungen zum Neubau der Sporthalle am Schulzentrum „Am Holländer“ zu.

In der Sitzung stellte Steffen Burucker vom beauftragten Planungsbüro der Arge BURUCKERBARNIKOL+ thoma architekten den Stadträten das Projekt sowie nähere Kostenschätzungen vor.

Demnach könnte der Neubau, der unmittelbar neben dem Schulzentrum entstehen soll, etwa 4,23 Millionen Euro kosten. Baudezernent Thomas Hanns verwies noch einmal ausdrücklich darauf, dass bisher nur Schätzungen vorliegen. Detaillierte Kostenberechnungen sind aufwändiger und können erst im Laufe der weiteren Planungsphasen ermittelt werden. Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer kommentierte die Zahlen: „Falls der Neubau beschlossen wird, wäre dies eine große Herausforderung für uns. Wir würden damit an die Grenzen unseres finanziellen Spielraumes gehen.“

Das Projekt wird voraussichtlich zu 40 % vom Freistaat Sachsen gefördert, die verbleibenden 60 % müsste die Stadt tragen.

Die Planer haben sich bei ihren Überlegungen auf das notwendige Maß beschränkt und einen ausgewogenen Entwurf vorgelegt. Das Gelände auf dem die Sporthalle entstehen soll steigt mäßig an, die Halle wird daher leicht in den Hang hineingebaut. Alle Aktivitäten spielen sich auf einer Ebene ab. Im vorderen Bereich befinden sich Garderoben, Sanitär- und Technikräume sowie ein großer Mehrzwecksportraum. Dessen Deckenhöhe wird niedriger, als in der Sporthalle. Hier soll der Sportunterricht der Grundschule stattfinden. Im hinteren Teil ist die eigentliche Sporthalle angeordnet, die aus zwei standardisierten Spielfeldern besteht. Vorrangig soll die neue Sportstätte für den Schulsport gebaut werden, die alte Halle erfüllt längst nicht mehr die gestellten Anforderungen. Natürlich wird sie außerhalb der Unterrichtszeiten auch dem Freizeitsport zur Verfügung stehen.

Zuschauertraversen sind nicht vorgesehen, auch ohne dem besteht die Möglichkeit, dass knapp 200 Zuschauer Wettkämpfe verfolgen können. Größere Veranstaltungen haben weiterhin in der Stadtsporthalle ihre Heimstätte.

Die Planungen sollen nun weiter konkretisiert werden. Ein Fördermittelantrag wurde bereits bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht, die Entscheidung der Fördermittelbehörde muss nun abgewartet werden.

Im günstigsten Fall könnte Ende 2017 bzw. Anfang 2018 mit dem Bau begonnen werden. Es wird mit einer Gesamtbauzeit von drei Jahren gerechnet.