14. Juni 2016

Standortentscheidung des Landkreises nicht akzeptabel

Im Döbelner Stadtrat am 09. Juni 2016 kritisierte Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer die Standortpolitik des Landratsamtes Mittelsachsen.

Im Kreistag am 15. Juni 2016 soll eine Investitionsliste für das Investkraftstärkungsgesetz „Brücken in die Zukunft“ beschlossen werden. Demnach beabsichtigt das Landratsamt unter anderen insgesamt etwa 8 Mill. Euro in die Verwaltungsstandorte Freiberg und Mittweida zu investieren.

Für den Verwaltungsstandort Mittweida sind dabei ca. 2,7 Mill. Euro geplant, davon soll wiederum für ca. 1 Mill. Euro das Verwaltungsgebäude Haus C saniert und mit einem zweiten Rettungsweg versehen werden. Damit sollen die Bedingungen für die Abteilung Straßen dauerhaft verbessert werden. Weitere rund 400.000 Euro sind für Abrissmaßnahmen in Mittweida vorgesehen.

Im Standortkonzept des Landkreises ist aber vorgesehen, dass alle technischen Bereiche der Verwaltung, zu denen auch die Abteilung Straßen gehört, in Döbeln angesiedelt werden. Zur Kreisreform 2008 haben sich die ehemaligen Landkreise Freiberg, Mittweida und Döbeln darauf verständigt, dass in dem neuen Landkreis Mittelsachsen Verwaltungsaufgaben und damit Arbeitsplätze auf die drei etablierten Standorte gleichmäßig verteilt werden sollen.

Die angestrebte Investitionsentscheidung für die Abteilung Straßen in Mittweida widerspricht dem ganz klar.

In Döbeln wurden in den vergangenen Monaten Verwaltungsstandorte an der Mastener Straße und an der Bahnhofstraße geräumt, um dort Asylsuchende unterzubringen.
Die Stadt Döbeln und ihre Bürger haben sich dieser Aufgabe gestellt und das Landratsamt unterstützt.

Oberbürgermeister Egerer: „Wenn nun das Landratsamt zugesagte Arbeitsplätze in Döbeln streicht und anderswo ansiedelt, so werden die drei Standorte eindeutig gegeneinander ausgespielt. Für uns ist das enttäuschend und nicht akzeptabel.“