22. März 2016

2016 03 22 Telekom Vereinbarung Breitband OBM Hendrik König 0Schnelles Internet: Döbeln bekommt Vectoring

Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde durch Vectoring bald möglich.

Notwendige Bauarbeiten und Maßnahmen starten noch in diesem Jahr.

Wer gerne schnell im Internet unterwegs ist, kann sich doppelt freuen: Die Telekom hat die Haushalte in der Stadt Döbeln und in der benachbarten Gemeinde Großweitzschen, die über die Vorwahl 03431 erreichbar sind, in ihr Ausbauprogramm 2016 aufgenommen. Dort werden rund 12.600 Haushalte und Betriebe mit VDSL-Anschlüssen ausgestattet. Die Anschlüsse werden beim Herunterladen eine Geschwindigkeit von bis zu
100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) erzielen und beim
Heraufladen bis zu 40 MBit/s.

Eine entsprechende Vereinbarung dazu wurde heute zwischen dem Oberbürgermeister der Stadt, Hans-Joachim Egerer und Vertretern der Telekom unterzeichnet. Um die Bürgerinnen und Bürger besser versorgen zu können, plant die Telekom, Glasfaserleitungen neu zu verlegen und 89 Schaltverteiler aufzubauen oder vorhandene Schaltverteiler zu erweitern. Die Kosten für den Ausbau trägt die Telekom. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

Die Bauarbeiten starten voraussichtlich in der 1. Jahreshälfte und werden drei bis vier Monate dauern. Anschließend erfolgen die Einmessung und die technische Dokumentation in den Systemen. Die Anschlüsse mit den neuen Geschwindigkeiten werden voraussichtlich im Januar 2017 für die Kunden bereitstehen.

„Das Internet ist für Familien und Unternehmen heute unverzichtbar“, sagt Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer. „Nur die Kommune, die eine gute Infrastruktur besitzt, kann sich erfolgreich um die Ansiedlung von Familien und Unternehmen bemühen. Die Deutsche Telekom wertet mit der geplanten Investition nicht nur unsere Stadt, sondern jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet auf.
So bleibt unsere Stadt als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv.“

Wie der Ausbau weitergeht

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. „Unser Ziel ist es, mindestens 80 Prozent der Anschlüsse im Vorwahlbereich mit VDSL-Geschwindigkeit zu versorgen“, sagt Hendrik König, Regiomanager im Infrastrukturvertrieb der Telekom im Landkreis Mittelsachsen. „Wie das Ausbaugebiet endgültig aussieht, entscheidet sich aber erst während der Feinplanungen.“
Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle, etwa die vorhandenen Leerrohr-Kapazitäten oder das erreichbare Kundenpotenzial. Um VDSL mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/s anbieten zu können, muss in den Verteilerkästen am Straßenrand die neue Vectoring-Technik eingesetzt werden. Deshalb steht die Größe des Ausbaugebietes auch immer unter der vorbehaltlichen Zustimmung der Bundesnetzagentur, die jeden einzelnen Verteilerkasten freigeben muss.

Wie die Kunden an die neuen Geschwindigkeiten kommen

Interessenten für einen neuen Anschluss informieren sich unter

www.telekom.de

welche Produkte an ihrem Wohnort möglich sind. Auch wer bereits einen DSL-Anschluss der Telekom nutzt und jetzt von den neuen, höheren Internetgeschwindigkeiten profitieren will, muss aktiv werden und seinen Vertrag ändern. Ein Anruf bei der kostenfreien Hotline 0800 330 1000 genügt. 

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Drei Schritte zum schnellen Internet

Die Telekom wird bis Ende 2016 die Zahl ihrer VDSL-Anschlüsse von 12 auf
24 Millionen erhöhen und außerdem das Tempo im VDSL-Netz beim Herunterladen auf maximal 100 MBit/s verdoppeln und beim Heraufladen von 10 auf 40 MBit/s sogar vervierfachen. Gerade das Heraufladen wird immer wichtiger. Die Menschen nutzen das Internet heute aktiv. Sie teilen ihre Texte, Fotos und Videos übers Netz.

Um das schnelle Internet zu realisieren, sind drei Schritte notwendig: Erstens, auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteilerkasten wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium der Welt. In Glasfaser können Daten in Lichtgeschwindigkeit übertragen werden.

Zweitens, die Verteilerkästen werden so über das Ausbaugebiet verteilt, dass die Entfernung zwischen Kunde und Verteilerkasten möglichst gering ist. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am Verteilerkasten wohnt, desto höher ist die Geschwindigkeit seines Anschlusses. Er ist prall gefüllt mit hochmoderner Technik.
In ihm wird das Signal vom Glasfaserkabel auf eine Kupferleitung übergeben.

Drittens, auf der Kupferleitung, die vom Verteilerkasten zum Kunden führt, kommt Vectoring-Technik zum Einsatz: Sie macht den Daten auf dem Kupferkabel Beine, denn sie beseitigt die elektromagnetischen Störsignale, die es zwischen Kupferleitungen gibt. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich.