30. Mai 2015

Baurecht für Brücke Schillerstraße

Brücke SchillerstraßeDie Brücke Schillerstraße kann gebaut werden. Am 28. Mai 2015 übergab der Staatssekretär im Sächsischen Innenministerium Dr. Michael Wilhelm persönlich im Döbelner Rathaus den Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion für die Brücke, die künftig die Schillerstraße und die Sörmitzer Straße verbinden soll an Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer.

Der Beschluss ist sofort vollziehbar. Vom 01. bis zum 15. Juni 2015 können die Unterlagen von jedem im Planungsamt im Rathaus Döbeln eingesehen werden.

Damit kann die praktische Umsetzung des Projektes in Angriff genommen werden. Auf Grundlage des Planfeststellungsbeschlusses kann die Stadtverwaltung die notwendigen Fördermittel beantragen. Planungen aus dem Jahr 2012 ergaben Kostenschätzungen von ca. 4,3 Mill. Euro. Die Ausführungsplanungen, die nun ebenfalls in Auftrag gegeben werden können, müssen dies nun u. a. präzisieren.

Das Vorhaben, in Verlängerung der Schillerstraße eine Brücke zu errichten, besteht schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts und ist aus alten Plänen ersichtlich.
Der östliche Teil der Schillerstraße wurde damals bereits ausreichend breit dimensioniert. In den 1990er Jahren wurde das Projekt konkreter diskutiert und sollte als Stadtkerntangente der Staatsstraße 32 eine Verbindung vom Körnerplatz zur Oschatzer Straße bringen. Zur Umsetzung kam es nicht. 2011 wurden dann neue, kostengünstigere Planungen von der Stadt initiiert. Bereits im Januar 2013 lagen die Planunterlagen öffentlich aus. Durch die Hochwasserkatastrophe Anfang Juni 2013 hat sich der Bearbeitungsprozess um ca. ein Jahr verzögert.

Die neue Brücke soll etwa 93 Meter lang und elf Meter breit werden. Getragen wird sie von drei Pfeilern, von denen keiner im unmittelbaren Flussquerschnitt steht.
Die Spannbetonbrücke wird sachlich gestaltet und soll sich gut in das Tal der Freiberger Mulde einfügen. Natürlich wird das Bauwerk mit dem Hochwasser-schutzkonzept und den zuständigen Stellen der Landestalsperrenverwaltung abgestimmt.

Mit der Brücke soll die Innenstadt in West-Ost-Richtung entlastet werden. Die Brücke soll aber auch ein erheblicher Sicherheitsgewinn für Döbeln werden. Das Klinikum wird so deutlich besser erreichbar. Auch in Ausnahmesituationen, bei Hochwasser, Unfällen oder Havarien, wenn die Oberbrücke blockiert ist, steht dann eine zweite West-Ost-Verbindung zur Verfügung.